Die Attraktivität des eBike Marktes ist ungebrochen
*KF2 Strategy beleuchtet die Facetten des eBike Marktes*
eBikes sind Fahrräder mit Batterieantrieb für limitierte und unlimitierte Tretunterstützung, darüber ist man sich einig. Abgesehen davon ist das eBike ein Produkt voller Gegensätze. Die Anwendungen für eBikes sind so vielseitig wie der Lebenswandel ihrer Besitzer.
Während das eBike einerseits ein Mittel zur Mobilität und Existenzsicherung darstellt, ist es andererseits ein Freizeitprodukt. China ist mit einer Stückzahl von ca. 23,5 Mio. in 2009 der weltweit größte eBike Markt. Das Elektrofahrrad dient hier in erster Linie als preisgünstiges Transportmittel und Alternative zum Auto. In Europa, USA und Japan wird das eBike vorrangig als Lifestyle Produkt betrachtet und fand in 2009 ca.1,2 Mio. Abnehmer, davon 0,75 Mio. in Europa. Während China und Japan moderate Zuwächse erwarten, werden in den noch „jungen" Märkten Europa und Nordamerika hohe Wachstumsraten für die kommenden Jahre prognostiziert. Auch in Märkten wie Indien und Südamerika gewinnt das eBike zunehmend an Bedeutung.
Der Fahrradmarkt, traditionell stark fragmentiert, ist geprägt durch eine Vielzahl an lokalen Anbietern. Für Fahrradhersteller stellen eBikes sowohl eine zusätzliche Wachstumsquelle als auch eine logische Erweiterung ihrer bereits bestehenden Produktpalette dar. Obwohl kurzfristig die Gesamtnachfrage durch eBikes erhöht wird, werden herkömmliche Fahrräder in einzelnen Produktsegmenten mit zunehmender Tendenz verdrängt werden. Der eBike Anteil wird sich hierbei segmentspezifisch entwickeln, typischerweise wird der Substitutionseffekt bei City- und Trekkingrädern deutlich höher sein als bei Mountainbikes.
Im Gegensatz zum Endkundengeschäft, ist im Bereich der Elektroantriebe noch weitgehend offen. Wie bei Innovationen allgemein üblich, möchte Anfangs jeder gerne mitmischen. „Bei Elektroantrieben haben aktuell ca. 10-15 Marktakteure die Chance in fünf Jahren zu den Top Playern zu gehören. Es wird ein globales Kräftemessen geben, bei dem die Schwellenländer aufgrund ihrer technischen Kompetenz, Kostenvorteile und Marktnähe nicht zu unterschätzen sind", so Dr. Andreas Kipp, Geschäftsführer der Top Management Beratung KF2 Strategy.
Fest steht, dass das e-Bike in Sachen Elektromobilität eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Expertise hinsichtlich der Komplexität des Zusammenspiels von Mechanik und Elektronik sowie die dort gesammelten Markterfahrungen erlauben einen Wissenstransfer auf andere elektrisch angetriebene Vehikel. Dr. Andreas Kipp betont: „Die Automobilindustrie wird die Marktentwicklung im eBike Markt sehr genau verfolgen. Aber auch die Energiewirtschaft wittert ihre Chance über das After Sales Geschäft in die Wertschöpfungsarchitektur der Hersteller einzudringen, um lukrative Wachstumsfelder zu erschließen."